Sätze zum Nachdenken

 
Wachsen, wachsen, wachsen. Es scheint, dass das überall gepriesene Wirtschaftswachstum die einzig mögliche Lösung für eine bessere Welt geworden ist.
Das kontinuierliche Wachstum, das nach dem Krieg mit Spitzenwerten von 10% verzeichnet wurde, ist allmählich zurückgegangen, sodass wir nunmehr eine Nach-Wachstumsphase erreicht haben.
Politiker der ganzen Welt streben nach Wachstum, als ob es der Heilige Gral wäre. Man unterstützt Unternehmerpolitiken, pumpt Geld in die Wirtschaft, rettet Banken. Dabei ist eine hohes öffentliches Defizit eine der Hauptauswirkungen der Wachstumspolitik. Wenn man außerdem bedenkt, dass die stark verschuldeten Länder Gefahr laufen, noch größere soziale Unterschiede zu schaffen und außerdem die Umweltbedingungen der Erde weiter verschlechtern – tatsächlich ist der Rückgang der CO2-Emissionen einiger Industrieländer in Wirklichkeit nur eine Verschiebung in die Entwicklungsländer –  so erscheint klar, dass man auf dem falschen Weg ist.
Bekanntlich ist Wachstum nicht gleichbedeutend mit Wohlstand, obwohl uns dies nahegelegt wird von Werbefachleuten, Autoindustrien und sogar von den Herstellern von Druckern, die mit einem Chip ausgerüstet sind, der die Lebensdauer des Geräts beschränkt.
„Wir kaufen die ganze Zeit Waren, die wir nicht brauchen mit Geld, das wir nicht haben, um den Nachbarn, den wir nicht ausstehen können, in Erstaunen zu versetzen“, sagte jemand. So ist es. Wachstum, Kapitalismus, BIP. Unvollständige Systeme, die das multidimensionale Wesen des menschlichen Universums nicht berücksichtigen. Wohlstand besteht dagegen nicht nur aus materiellem Wohlstand, sondern auch aus Gesundheit – es ist denn auch kein Zufall, dass bei der Maratona ständig von Gesundheitsschutz die Rede ist – aus Kenntnis, Erziehung, Umwelt, Arbeit, Freizeit, aus den Bindungen und den Beziehungen, die wir haben und aus der Rolle, die wir in der Gesellschaft spielen. Politisch aktiv sein, indem man zum Beispiel direkt an der Demokratie teilnimmt, macht glücklicher. Fahrrad fahren und mehr Freizeit haben, ist Glück.
Man muss den langen Gedanken durch vertikale Ideen zurückerobern. Die Wirtschaftskrise existiert, weil eine geistiges Krise besteht. Wir brauchen mehr Bewusstsein, mehr Aufmerksamkeit für den Nächsten, mehr Respekt. Deswegen werden wir immer sorgfältiger und wachsamer sein, wenn es um unsere, um eure Maratona geht. Man braucht Geduld, man braucht Zeit. Wir müssen dieses Ziel auf Zehenspitzen erreichen mit Erwägungen, die uns alle betreffen. Wir müssen daran glauben und uns dafür einsetzen, auch wenn man Angst vor dem richtigen Weg hat. Wir müssen begreifen, dass wir alle Teil des Gleichen sind und das ist die einzige Wahrheit, die man vor Augen halten muss, denn alle großen Änderungen benötigen bekanntlich großen Mut und Erneuerung.

michil costa

 

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